Um die Wärmewende voranzutreiben und die Bürger und Kommunen stärker einzubinden, hat das Energieministerium in Nordrhein-Westfalen im Herbst 2020 den Landeswettbewerb „Wärme aus Tiefengeothermie für NRW“ ausgeschrieben (Quelle: Fraunhofer IEG, 16.04.2021). Die Förderhöhe betrug jeweils bis zu 500.000 Euro. Dabei betonte der Energieminister Andreas Pinkwart noch einmal die sehr guten geologischen Voraussetzungen der Tiefengeothermie in NRW und das Ziel, dieses Potenzial zur klimafreundlichen Wärmeversorgung in Zukunft besser zu nutzen.
Und nun stehen die drei Sieger fest: die Konsortien aus Düsseldorf/Duisburg, Straelen und Düren-Kreuzau erhalten jeweils 500.000 Euro! 🙂 An allen drei Projekten ist das Fraunhofer IEG von Prof. Rolf Bracke beteiligt. Die Wärme aus Tiefengeothermie möchten die Gewinner ganz unterschiedlich nutzen.
Die Großstädte Düsseldorf und Duisburg möchten die Tiefengeothermie in bis zu 4.000 Metern Tiefe als Wärmequelle für ihre Fernwärmenetze nutzen. Bislang werden sie hauptsächlich von fossilen Energieträgern gespeist.
In der Stadt Straelen am Niederrhein soll die Tiefengeothermie in 500 bis 1.500 Meter Tiefe für die Wärmeversorgung von Gewächshäusern genutzt werden, um der erhöhten Nachfrage nach regional produzierten Produkten gerecht zu werden.
Die Gemeinde Düren-Kreuzau möchte die Wärme aus über 4.000 Metern Tiefe für anliegende Industrien nutzbar machen, die eine Prozesswärme von 120° C und mehr benötigen. Dies sind vor allem metallverarbeitende Betriebe und Papierfabriken.
Quelle: Fraunhofer IEG, Pressemitteilung vom 16. April 2021: „Runder Tisch Tiefengeothermie.NRW“: Wärme aus Tiefengeothermie.NRW, Kommunen und Unternehmen wollen Erdwärme nutzbar machen